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MOBILE JUGENDARBEIT BASEL

Trägerschaft

Nach einer Pilotphase gründeten am 3. Juni 1999 VertreterInnen der Institutionen Altamira, Basler Freizeitaktion, Schwarzer Peter und Justizdepartement Basel-Stadt den Verein Mobile Jugendarbeit Basel (MJAB).

Im März 2000 startete das Projektteam die konkrete mobile Arbeit mit den Jugendlichen im unteren Kleinbasel. Nach der erfolgreichen 3-jährigen Projektphase baute die Mobile Jugendarbeit Basel ihr Angebot aus. Der Trägerverein MJAB wird vom Justizdepartement und durch Sponsoring finanziell unterstützt.

 

Was ist Mobile Jugendarbeit?

Mobile Jugendarbeit beinhaltet die Bausteine: Aufsuchende Jugendarbeit, Gruppen-/ Cliquenarbeit, Beratung und Gemeinwesenarbeit.

 

Aufsuchende Jugendarbeit ist die zentrale Komponente der Mobilen Jugendarbeit. Wir suchen männliche und weibliche Jugendliche regelmässig und verbindlich an ihren Treffs und in ihren sozialen Räumen auf, bauen Beziehungen zu ihnen auf und lernen ihre Lebenswelt kennen. Die Geh-Struktur baut Schwellenängste ab und stellt ein dauerhaftes, unkompliziertes und niederschwelliges Kontaktangebot dar. Aus diesem ergeben sich verschiedene Anknüpfungspunkte für Jugendprojekte, Präventionsarbeit sowie für die Beratung von Einzelnen und Gruppen.

 

Gruppen-/Cliquenarbeit in der Mobilen Jugendarbeit betont einen ressourcenorientierten und animatorischen Ansatz. In diesem Sinne nutzen wir das Potential einer Clique und entwickeln gemeinsam Projekte, wir bearbeiten diverse Themenschwerpunkte wie Gewalt, Rassismus, Sexualität etc. Die pädagogische und animatorische Arbeit orientiert sich an einer geschlechterbewussten Grundhaltung, welche die Auseinandersetzung mit dem eigenen und dem anderen Geschlecht ermöglicht.

 

Beratung erfordert Vertrauen und Vertrautheit. Entscheidend wirkt hier der Faktor Zeit, Zeit haben und Zeit lassen. Auf dieser Grundlage sowie aus der
Situation des Aufsuchens ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte für Sofort- und Einzelfallhilfe. Mobile Jugendarbeit ist niederschwellig angelegt und ist zu- nächst grundsätzlich für alle Fragen und Probleme offen, die junge Menschen mitbringen. Auf Wunsch der Jugendlichen kann auch eine Weitervermittlung an entsprechende Fachdienste erfolgen.

 

Durch Gemeinwesenarbeit wirken wir an einer engen Vernetzung und Zusammenarbeit von BewohnerInnen, Institutionen und relevanten Gruppen im Quartier mit. Parteilich vertreten wir Jugendliche in Vereinen und anderen
Organisationen, sodass Ressourcen für Jugendliche genutzt und verbessert werden können. Projekte und Aktionen sollen in das Gemeinwesen integriert werden, um eine Ausgrenzung von Jugendcliquen aufzuhalten und die Kommunikation zwischen den Generationen zu fördern. Ebenfalls wollen wir das Gemeinwesen durch Öffentlichkeitsarbeit auf die Lebensbedingungen der Jugendlichen im Quartier aufmerksam machen. Weiter sehen wir uns in der Rolle als vermittelnde Instanz zwischen den Jugendlichen und den AnwohnerInnen, der Polizei, der Schule und anderen Institutionen im Quartier.

 

Arbeitsgrundlagen

In unserer Arbeit stützen wir uns auf die professionellen und fachlichen Standards bisher entwickelter Grundlagen Mobiler Jugendarbeit in Westeuropa. Es gelten die Arbeitsprinzipien von Freiwilligkeit, Akzeptanz, Parteilichkeit und Verbindlichkeit.

 

Zielgruppe

Zielgruppe sind 12 bis 18 jährige Jugendliche, vor allem Cliquen und Szenen, die als sozial benachteiligt, stigmatisiert oder kriminalisiert gelten; die einrichtungsgebundene Angebote entweder aus freier Entscheidung oder Interesselosigkeit meiden oder aufgrund direkter oder indirekter Ausgrenzung (Arbeitslosigkeit, Gewaltbereitschaft, politische Orientierung, kultureller Unterschiedlichkeit) nicht vollständig in der Gesellschaft integriert sind. Diese Jugendlichen verbringen ihre Freizeit meist in Cliquen, halten sich auf der Strasse und öffentlichen Plätzen auf, wo es immer wieder zu Konfliktsituationen mit Erwachsenen und dem Gemeinwesen kommen kann.

 

Ziele

 

  • Vertrauensvolle Kontakte zu Cliquen im öffentlichen Raum herstellen
  • Gemeinsam mit den Jugendlichen Freizeitaktivitäten planen und umsetzen
  • Positive Ressourcen der Cliquen nutzen und stärken
  • Beratung von Einzelnen und Gruppen  zu diversen Themen
  • Geschlechterbewusste und interkulturelle Arbeit zur Stärkung der Identität
  • Sucht-, Gewalt- und Delinquenzprävention
  • Dialog zwischen Jugendlichen und Erwachsenen mittels Öffentlichkeits- und Gemeinwesenarbeit    initiieren und fördern
  • Gemeinwesen auf Jugendanliegen sensibilisieren

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