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1x1 im Jugendtreff

 

infoklick.ch wurde in den letzten Jahren oft nach Unterstützung in verschiedensten Themenbereichen rund um Jugendtreffpunkte, die ehrenamtlich geleitet werden, gefragt. Wir haben uns deshalb entschlossen, für ehrenamtlich Engagierte in Jugendtreffpunkten ein ‚1x1‘ zu entwickeln. In einem Curriculum werden die wichtigsten rechtlichen, methodischen, didaktischen und weitere, für die Jugend relevante, Themen behandelt. Gleichzeitig lernen sich die Akteure kennen und bauen ein wertvolles Netzwerk auf. Dort können die Erfahrungen gegenseitig als ‚best practice‘ ausgetauscht und weitergegeben werden.


Die Kurse behandeln die Themen Grundlagen und Rüstzeug, Sweet and Sour (Hoch und Tiefs in einem Jugendtreff), Ich und mein Team, von der Idee zum Projekt sowie Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. Die Kurse wurden 2012 bereits mehrfach in den Kantonen Graubünden und Thurgau durchgeführt. Aufgrund der Erfahrungen und Rückmeldungen von Kursteilnehmenden wurden die Kursmodule überarbeitet und optimiert. Seit 2013 werden die Kurse nun in der ganzen Schweiz angeboten.

In den letzten Jahrzehnten haben sich unsere Gesellschaft, die sozialen Strukturen, die Mobilität, das Bevölkerungswachstum, die Kommunikation und die familiären Strukturen stark verändert. Viele traditionelle gesellschaftliche Instrumente wie das Vereinswesen, die soziale Kontrolle in ländlichen Regionen oder das Schulwesen können heute nur begrenzt auf die gestiegenen gesellschaftlichen Herausforderungen Einfluss nehmen.

Seit den 80er Jahren entstanden verschiedene Professionen wie die Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit oder die Jugendpolizei, die die positive Entwicklung der Jugendlichen ausserhalb der Familie, der Schule oder des Vereinsangebots unterstützen. Diese Angebote sind in der Regel freiwillige Leistungen der Gemeinde oder des Kantons. Sie sind primär in Ballungsgebieten (Städten und Agglomerationen) mehr oder weniger gut ausgebaut.

Instrumente der Jugendarbeit werden aber auch in ländlichen Regionen aufgebaut und angeboten. Als ein wichtiges Element gilt dabei der Jugendtreff. In ländlichen Regionen macht man aus der Not eine Tugend und setzt mangels finanziellen Mitteln an Stelle von professionellem Personal ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Dieser pragmatische Weg ist sinnvoll und bewährt sich an den meisten Orten sehr gut.

Diese Jugendtreffleiterinnen und Jugendtreffleiter sind oft auf sich alleine gestellt. Sie werden mit Problemstellungen konfrontiert, die sie fordern und überfordern:

  • zwischenmenschliche Fragen (Leitungsaufgaben, Konflikte etc.)
  • persönliche Fragestellungen (Rolle, Auftreten etc.)
  • rechtliche Fragen (Verantwortung, Alkoholausschank, etc.)
  • betriebliche Fragen (Hygiene, Versicherungen, etc.)


Die von infoklick.ch entwickelten Kursmodule sollen Leitungspersonen, die ehrenamtlich in Jugendtreffpunkten engagiert sind, das nötige Rüstzeug sowie Unterstützung bieten, um mit den komplexen Problem- und Fragestellungen umgehen zu können.