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Was bringt die Zukunft? Wir wissen mehr darüber, als uns bewusst ist...

Wissen über die Zukunft schlummert in jedem von uns. Zukunftsforscherin Patricia Wolf zeigt den Zuhörenden des Referats, wie sie das Zukunftswissen in sich aufwecken.

Die Zukunft wird von Robotern bestimmt. In Zukunft leben wir in einem Überwachungsstaat. Die Zukunft ist grau. Solche und anderen schauerlichen Dystopien sind Stoff für Science-Fiction Blockbuster. Andere Zukunftsvisionen hingegen spekulieren: In Zukunft arbeiten wir nicht mehr. Roboter erledigen für uns die Arbeit, während wir unseren liebsten Tätigkeiten nachgehen.

 

Fakt ist aber, die magische Kristallkugel gibt es nicht und die Zukunft ist nicht voraussehbar.

 

"Doch so einfach ist es nicht", meint Patricia Wolf, Leiterin des Zukunftslabors CreaLab und Professorin für Innovationsmanagement an der Hochschule Luzern. "Die Zukunft ist zwar nicht vorhersehbar, aber sie ist sicherlich gestaltbar", so lautet Wolfs Hypothese. Doch was bedeutet das konkret?

 

Unterschätzte Ressource Zukunftswissen

 

In ihrer Lehre und Forschung beschäftigt sich Wolf intensiv mit dem Thema Zukunft. Dabei liegt ihr Fokus auf dem Zukunftswissen. Also dem zukunftsgerichteten Wissen, welches jeder Mensch in sich trägt, aber häufig nur unbewusst nutzt. Eine unterschätzte Ressource, die den Unterschied zwischen möglichen und erstrebenswerten Zukunftsszenarien ausmacht. Denn Zukunftswissen macht ein zielgerichtetes und bewusstes Gestalten einer lebenswerten Zukunft erst möglich – vorausgesetzt man kann auch auf dieses implizite Wissen zugreifen und es entsprechend vermitteln.

 

Ver-rücktes Denken

 

Diesen Prozess des Zugänglichmachens und der Vermittlung von Zukunftswissen übt Patricia Wolf mit Studierden, Managern und Senior*innen in ihren Seminaren. Das sogenannte Pre-sencing wird dabei als Weckruf für das schlummernde Zukunftswissen eingesetzt.

 

Pre-sencing, also ein Vorspüren, verbindet individuelle Reflexionen, die über konkretes Handeln ausgelöst werden, mit einem generativen Dialog mit anderen. Das kopflastige, analytische Denken, das wir uns gewohnt sind, soll durch die Kombination dieser beiden Reflexionsmodi ausgeschaltet werden. Intuition und assoziatives Denken sind gefragt. Die Denkweise soll im wahrsten Sinne ver-rückt werden.

 

Hochschule 2030

 

Ver-rücktes Denken hört sich einfach an, die Umsetzung in der Praxis ist allerdings herausfordernder als gedacht. Diese Erfahrung machten auch die Workshop-Teilnehmer*innen, die anschliessend an das Referat von Patricia Wolf gleich selbst Hand anlegten und ihr persönliches Zukunftswissen aktivierten.

 

Mit einem kreativen Warm-up tasteten sich die Teilnehmer*innenan an die Frage heran, wie die Hochschulen im Jahr 2030 aussehen. Ganz im Sinne des Pre-sencing ging es darum, individuell kurze Zukunftsgeschichten zum Thema zu erfinden und diese in kurzen Zeitabständen in kleinen Gruppen zu diskutieren. In kürzester Zeit entstanden erschreckende, skurrile sowie überraschende Visionen zur Hochschule der Zukunft, aus denen die Gruppe in einem zweiten Schritt zukünftige Bedürfnisse ableitete. Zwei der Geschichten kann man hier nachlesen.

 

Wir gestalten die Zukunft

 

Eine einfache Methode mit grosser Wirkung. Doch die gewohnte, normative Denkweise lässt die Workshop-Teilnehmer*innenim Schreibprozess immer wieder stocken. Das persönliche Zukunftswissen auf Papier zu bringen und zu formulieren, ist eine kognitive Herausforderung. Dem stimmen nach dem einstündigen Workshop alle zu.

 

Trotzdem: die Anstrengungen haben sich gelohnt. Denn eines ist sicher, in uns allen steckt Zukunftswissen. Wir alle haben die Ressourcen, die Zukunft mitzugestalten.

 

Hier erfahrt ihr mehr über Zukunftswissen, Megatrends und wie man schauspielerisch Zukunftswissen vermittelt: Die Erklärwolf.

 

Text: Sônia Kewan

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