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Wie denke ich mich schön? Das Phänomen "Schönheit" und ihre Quelle

Der Workshop "Bodytalk – Einstellung zum Körper(bild) im Dialog" befasste sich mit der Abgrenzung zur Pseudo-Gesellschaft und ihrer irrealen Vorstellung von Schönheits-Normen und Idealen. Aufzulösen gilt es den Bann dieser erzeugten Schönheitswelt, um ein positives Gefühls- und Gedanken-Selbstbildnis zu formen.

Selfiemania ist ausgebrochen: Der Schönheitswahn hat offiziell alle Generationen infiziert. Muskulöse Männer tummeln sich in den Fitnessstudien. Die Frauenwelt zeigt topgestylt ihre perfekten Bikinibodies mit makellosem Hautbild. War es früher die Werbung im TV oder in den Magazinen, die auf die Schönheitsideale aufmerksam machte, so sind es heute die Sozialen Kanäle wie Instagram & Co., die die virale Verbreitung von Schönheits-Doktrinen einfacher gestalten.

 

Mehr als die Hälfte der Jugendlichen sind unzufrieden mit ihrem Körper

 

Was bedeutet dies für einen heranwachsenden Menschen, dessen Körper noch im Wachstum und ständigen Wandel ist?  Roland Müller von der PEP-Prävention Essstörungen Praxisnah, Angebotsleiter Muskel- und Fitnesssucht, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP und Fitnesstrainer SAFS, weiss um die wirklichen Sorgen, die doch oft nicht wahrgenommen, unterschätzt oder auch gekonnt ignoriert werden. Die Folgen einer solchen visuellen Beeinflussung zeigen sich in einer psychische und physischen Belastung. Anorexie, Bulimie, Binge-Eating-Sucht (Fresssucht), Adipositas (Fettleibigkeit) oder auch Fitness- und Muskelsucht, können sich leise in das Leben eines heranwachsenden Individuums einschleichen.

 

Gemäss einer ZHAW-Studie (2015) sind 65% der befragten Mädchen und 44% der befragten Jungs mit ihrem Körper unzufrieden. Verständlicherweise trifft es oft Jugendliche im entwicklungspsychologischen Alter zwischen 11 bis 18 Jahren, kurzum Pubertät genannt. In dieser Zeit durchlaufen die heranwachsenden Individuen die grössten Denk- und Gefühlsprozesse. 

 

Der Zusammenhang zwischen Spiegelbild und Gefühlswelt  

 

Penibel, selbstkritisch oder vielleicht sogar sezierend betrachtet der Mensch, vorzugsweise in der Pubertät, das eigene Körperbild im Spiegel. Die selbstgestellten Fragen: Bin ich zu klein, zu gross, zu dünn, zu dick oder einfach zu normal, weisen daraufhin, dass gewisse unrealistische (Schönheits)-Normen für Verunsicherung oder gar Selbstzweifel sorgen. Bodytalk befasst sich insbesondere mit dieser Gefühls- und Denkwelt, die auch als Ursache der Eigenwahrnehmung des Körperbildes gilt.

 

Das Abgrenzen zur Aussenwelt, das Hinterfragen von Normen und Idealen und vor allem die Akzeptanz von Unterschiedlichkeiten, sind die Basis bei Bodytalk — um die Entstehung eines negativen Körperbildes entgegenzuwirken und das Spiegelbild wieder mit positiven Empfindungen zu füllen. Wohlbefinden und Zufriedenheit im eigenen Körper finden. YOU ARE BEAUTIFUL!, die knallige PEP-Aktion in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsförderung Schweiz lenkt die Blicke auf sich für ein positives Körperbild. 

 

So können die Teilnehmenden des Bodytalk-Workshops auch positive Ansatzpunkte für die Arbeit zum eigenen Körperbild mit Kindern und Jugendlichen mitnehmen.

 

Mehr zu PEP: <cite class="iUh30">www.pepinfo.ch </cite>

 

Text: Hesnaa El Bouanani

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